Kernstrahlung

Bei der Detonation von Atomsprengkörpern werden ca. 15 % der Gesamtenergie als Kernstrahlung freigesetzt. Es handelt sich um eine energiereiche Strahlung, die mit den Sinnesorganen nicht wahrnehmbar ist, aber die Zellen schädigt oder abtötet. Die Schädigung wächst mit der Intensität und der Dauer der Strahlung. Unterschieden werden Anfangs- und Rückstandsstrahlung. Die Reichweite der Anfangsstrahlung ist auf einige Kilometer begrenzt. Die später als eine Minute nach der Detonation wirksame Kernstrahlung wird als Rückstandsstrahlung bezeichnet. Der größte Teil der Rückstandsstrahlung geht von den radioaktiven Spaltprodukten aus, die im Falle einer Bodendetonation als sichtbarer, trüber Fallout (radioaktiver Niederschlag) zur Erde zurückfällt. Die radioaktiven Staubteilchen oder Wassertröpfchen werden kilometerweit in der Höhe gebildet und fallen je nach Windgeschwindigkeit und Windrichtung in den verschiedenen Luftschichten näher oder weiter vom Detonationspunkt nieder und verursachen eine radioaktive Kontamination des Bodens auf vielen Quadratkilometern. Schwere Teilchen fallen in kurzer Zeit nahe dem Detonationspunkt zu Boden. Leichtere Teilchen fallen im Laufe von Stunden oder Tagen auf die Erdoberfläche zurück. Regen und Schnee können radioaktiven Staub, der sich in den bodennahen Luftschichten befindet,  »auswaschen«. Es entsteht dann eine begrenzte stärkere Kontamination. Die Intensität der Kernstrahlung wird als Dosisleistung in Sievert pro Stunde (Sv/h) angegeben. Sie nimmt mit der Zeit ab. (Quelle: lycos.de)

Bearbeitungsstand: März 2008

siehe auch: Anfangsstrahlung
siehe auch: Dosisleistung
siehe auch: Fallout
siehe auch: Rückstandsstrahlung
siehe auch: Sievert

zurück