Kalter Krieg

engl.: Cold War

Historische Bezeichnung für die potentielle militärische Konfrontation zwischen den atomaren Supermächten USA und UdSSR einschließlich ihrer jeweiligen Bündnissysteme. Die bipolare Spaltung der Weltgesellschaft bildete sich nach dem 2. Weltkrieg aus und wurde national wie international bis in die 80er Jahre durch die Politik des Kalten Krieges bestimmt.

Der Begriff wurde 1947 von der amerikanischen Publizistik zur Bezeichnung der „Politik am Rande des Krieges“ (US-Außenminister Dulles) geprägt. Das wichtigste Mittel des Kalten Krieges war die „ideologische Kriegsführung“, die in Verbindung mit wirtschaftlichem und militärischem Druck die Isolierung und Schwächung des Gegners anstrebte. Die Freund-Feind-Logik des Kalten Krieges begünstigte in beiden Bündnissystemen eine paranoide „Festungsmentalität“.

Besonders während der Suez-Krise (1956) und während der Kuba-Krise (1962) geriet die Welt in Furcht und Schrecken, weil die Gefahr eines atomaren Dritten Weltkrieges in greifbare Nähe gerückt war.

Der Kalte Krieg endete mit der Selbstauflösung des Warschauer Paktes im Jahr 1991. (Drechsler/Hilligen/Neumann: Gesellschaft und Staat, 8. Aufl., München 1992, S. 387f.)

Bearbeitungsstand: Dezember 2005.

siehe auch: Kubakrise
siehe auch: Warschauer Pakt

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