Ionosphäre

engl.: ionosphere

Die Ionosphäre ist die vierte von fünf Schichten der Erdatmosphäre, zwischen 60 und 1000 km über dem Erdboden gelegen, die besonders reich an elektrisch geladenen Teilchen, so genannten Ionen, ist. Durch natürliche Strahlung von der Sonne und aus dem Kosmos werden hier immer wieder Materiepartikel aufgeladen und wieder entladen. Speziell in der Nähe von Nord- und Südpol, wo die Feldlinien des Erdmagnetfeldes besonders dicht liegen, kommt es dabei immer wieder zu großflächigen Entladungen, die auch von der Erde aus zu beobachten sind und als »Nordlichter« oder »Aurora« bezeichnet werden.

Seit langem weiß man, dass die elektrisch positiv aufgeladene Ionosphäre einen Gegenpol zur negativ geladenen Erdoberfläche bildet, und dass zwischen beiden ständig eine elektrische Spannung herrscht. Diese Spannung entlädt sich regelmäßig, indem irgendwo auf der Erde ein Gewitter stattfindet. Ein solches System aus zwei konzentrischen, entgegengesetz elektrisch geladenen Kugeln nennt man in der Physik auch einen Kugelkondensator. Diese physikalischen Eigenschaften der Ionosphäre macht man sich technisch zunutze in der drahtlosen Informationsübertragung. Für Radiowellen, die von einem Sender auf der Erde abgestrahlt werden, wirkt die Ionosphäre wie ein riesiger Hohlspiegel. Von ihm können die Radiowellen reflektiert und so über große Entfernungen übertragen werden. (Quelle: static.twoday.net)

Durch eine oder mehrere Kernwaffenexplosionen kann durch Störung der Ionosphäre die Informationsübertragung mittels Radiowellen vorübergehend beeinträchtigt oder völlig unterbunden werden. (LL)

Bearbeitungsstand: Mai 2008

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