Hydrodynamischer Test

engl.: hydrodynamic test

Hierbei wird bei einem Sprengkopfprototyp das Spaltmaterial durch so genanntes passives Material (Natururan oder abgereichertes Uran) ersetzt. Dann wird der Sprengkopf gezündet, wobei keine Kernenergie freigesetzt wird. Diese Tests sind im Atomwaffensperrvertrag für alle Staaten verboten, die diesen als atomwaffenfreie Staaten unterzeichnet haben, da ein Staat hiermit leicht und unerkannt seine ersten Atomwaffen entwickeln kann. In allen Atomwaffenstaaten finden hydrodynamische Tests des existierenden Arsenals statt, um z.B. den Zündmechanismus zu überprüfen. Mit dieser Technik kann man allerdings auch neue Atomwaffen entwickeln. In Los Alamos in den USA wird zu diesem Zweck die DARHT-Anlage (Dual Axis Radiographic Hydrotest Facility) gebaut. (XH)

Bearbeitungsstand: Juni 2006

siehe auch: Atomwaffensperrvertrag
siehe auch: Stockpile Stewardship Program

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