Hecken

ehem. Atomwaffenstandort, Deutschland

Hecken Sonderwaffenlager, Foto: DigitalGlobe 2000Die Stellung Hecken (49°54'43”N, 7°24'41”O) gehörte zum Einsatzbereich Hahn und lag ca. 11 km südöstlich vom Flugplatz Hahn entfernt. Sie war ab 1959 die Abschussanlage Nr. 6 für den mobilen Einsatz des Mace-Marschflugkörpers. Insgesamt wurden für die Stellung 12 Flugkörper vom Typ TM-76A bereitgehalten, die über den atomaren Gefechtskopf W-28 mit einer Sprengkraft von 1,1 MT verfügten.

Weitere mobile Stellungen befanden sich in Mehlingen, Enkenbach, Grünstadt, Wüschheim und Kirchberg, in denen ab 1960 insgesamt 72 Mace-Marschflugkörper verfügbar waren. Jede Stellung verfügte über mindestens zwei Abschussbereiche (complex) mit je vier Abschussplätzen, wodurch mindestens acht Flugkörper individuell für den Abschuss vorbereitet werden konnten.

In Ergänzung zu den mobilen Stellungen gab es zwei stationäre unterirdisch verbunkerte Abschussanlagen in der Eifel bei Rittersdorf („Launch site 7“) und bei Idenheim („Launch site 8“). Diese waren mit jeweils acht Flugkörpern des modifizierten Typs TM-76B bestückt.

Ab Oktober 1966 begann die Rückverlegung der „Mace“ in die USA. (LL)

Stand: Dezember 2010

Weitere Informationen über Atomwaffenstandorte in Deutschland

siehe auch: MACE-Marschflugkörper
siehe auch: MT (Megatonne)

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