Hemau

ehem. Atomwaffenstandort, Deutschland

Teststart einer Honest John-Rakete, Foto: US-Army

Hemau war von 1. April 1966 bis 29. Juni 2003 Bundeswehrstandort. Zu den dort stationierten Einheiten gehörten auch das Raketenartilleriebataillon 42 und die Begleitbatterie 4.

 

Das Sondermunitionslager Hemau (49°02’09“N, 11°44’52“O)  befand sich ca. 3 km südwestlich von Hemau in Bayern. Dort lagerte die gesamte atomare Munition der 4. PzGrenDiv mit Sitz in Regensburg. Das waren im Einzelnen die Atomwaffen für das Artillerieregiement 4 in Weiden in der Oberpfalz, dem das FeldArtBtl 41 und das RakArtBtl 42 in Hemau unterstanden. Das FeldArtBtl 41 verfügte über eine Batterie atomwaffenfähiger Panzerhaubitzen M110 vom Kaliber 203 mm. Das RakArtBtl 42 verfügte ab 1960 über 3 Batterien und insgesamt 6 Raketenwerfern der Kurzstreckenrakete "Honest John". Später wurden 2 Raketenwerfer "Honest John" je Bataillon außer Dienst gestellt.
Zusätzlich verfügte ein Brigadeartilleriebataillon der Division über eine Batterie mit atomwaffenfähigen Panzerhaubitzen M 109 vom Kaliber 155 mm.

ehem. Atomwaffenstandort Hemau. Bild: Digital GlobeZu unterschiedlichen Zeiten lagerten im Sondermunitionslager Hemau atomare Sprengköpfe für die Waffensysteme Honest John, PzHaubitze M109 (ab 1972 atomar) und M110 (ab 1960 atomar). (LL)

Bearbeitungsstand: November 2009

Weitere Informationen über Atomwaffenstandorte in Deutschland

 

siehe auch: Honest John
siehe auch: Panzerhaubitze M 109
siehe auch: Panzerhaubitze M 110
siehe auch: Sondermunitionslager

zurück