Gewollter Einsatz

engl.: deliberate use

Die Abschreckung beruht auf einer ‚glaubwürdigen’ Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen, um einem Angriff des Gegners zuvorzukommen. In einem Konflikt könnte eine Partei entscheiden, dass der Zeitpunkt gekommen ist, mit Atomwaffen anzugreifen, bevor die Gegenseite ihr nukleares Zerstörungspotential einsetzt. Allein die Existenz von Atomwaffen provoziert solche Gedanken. Ein Beispiel dafür ist die Kuba-Krise von 1962.

Die nach 1990 entwickelte Politik der ‚Counter-Proliferation’ (nämlich Atomwaffen nicht nur gegen Atomwaffen, sondern auch gegen einen Angriff mit Bio- oder Chemiewaffen ‚präventiv’ einzusetzen) setzt ebenfalls einen gewollten Ersteinsatz voraus. (RH)

Bearbeitungsstand: August 2005

siehe auch: Abschreckung

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