Welche Druckmittel sieht der Atomwaffensperrtrag für den Fall eines Vertragsbruchs vor?

Die Umsetzung des Vertrages ist auch seine Schwäche. Alle fünf Jahre gibt es eine Überprüfung des Vertrages, damit die Unterzeichnerstaaten den Fortschritt der Umsetzung feststellen können. Jedes Mal wird von den Nichtatomwaffenstaaten moniert, dass die Atomwaffenstaaten ihre Verpflichtungen unter Artikel VI nicht einhalten. Vermutete Verstoße gegen andere Artikel werden schneller identifiziert und mit Nachdruck verfolgt: siehe Nordkorea und der Iran. Ein Verstoß gegen den Vertrag muss dem Sicherheitsrat berichtet werden. Aber die Nichteinhaltung der Abrüstungsverpflichtung kann man nicht so einfach feststellen, da es nicht im Vertrag steht, bis wann diese einzuhalten ist. Aus diesem Grund überlegen einige Nichtregierungs-Organisationen, sich an den Internationalen Gerichtshof zu wenden, um zu fragen, wie die Nichteinhaltung juristisch bewertet wird. Vor zehn Jahren hat der IGH zur Völkerrechtswidrigkeit des Einsatzes von Atomwaffen ein Rechtsgutachten veröffentlicht, in dem festgestellt wird, dass die Atomwaffenstaaten eine Verpflichtung aus dem Atomwaffensperrvertrag haben, einen Vertrag zur Abschaffung aller Atomwaffen zu verhandeln und abzuschließen.

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