FEYNMAN Richard

1918 - 1988

Richard Feynman wurde am 11. Mai 1918 in Far Rockaway nahe New York geboren. Von 1935-1939 studierte er Physik und war danach bis 1943 als Assistent von J. A. Wheeler an der Universität von Princeton. Als Mitarbeiter am Bau der ersten Atombombe (Manhatten-Projekt) war es seine Aufgabe die erforderlichen umfangreichen mathematischen Berechnungen zu koordinieren. Nach Ende des Krieges beschäftigte er sich vermehrt mit der Quantenelektrodynamik und der Festkörperphysik. Im Jahr 1965 wurde ihm für seine Beiträge zur Entwicklung der Quantenelektrodynamik der Nobelpreis verliehen.

Nach der Challenger-Katastrophe 1986 wurde er in die Untersuchungskommission (Rogers-Kommission) zur Aufklärung der Unfallursache versetzt. Er untersuchte die Folgen von Frost an den Dichtringen der Feststoff-Treibstofftanks mit einem Glas Eiswasser und bewies damit die Konstruktionsmängel der Trägerrakete. Sein Bericht äußerte sich kritisch zur bürokratischen Organisation der NASA. Gegen erheblichen Widerstand der Behörden- und Firmenvertreter wurde sein Bericht schließlich dem offiziellen als Anhang beigefügt. Er starb am 15. Februar 1988 an einer Krebserkrankung. (LL)

Bearbeitungsstand: November 2007

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