Enkenbach

ehem. Atomwaffenstandort, Deutschland

Enkenbach Sonderwaffenlager, Foto: DigitalGlobe 2004Die Stellung Enkenbach (49°28'02“N, 7°53'48“O) gehörte zum Einsatzbereich Sembach und lag ca. 10 km nordöstlich vom Stadtzentrum Kaiserslautern entfernt. Sie war ab 1959 die Abschussanlage Nr. 2 für den mobilen Einsatz des Mace-Marschflugkörpers. Insgesamt wurden für die Stellung 12 Flugkörper vom Typ TM-76A bereitgehalten, die über den atomaren Gefechtskopf W-28 mit einer Sprengkraft von 1,1 MT verfügten.

Weitere mobile Stellungen befanden sich in Mehlingen, Grünstadt, Wüschheim, Kirchberg und Hecken, in denen ab 1960 insgesamt 72 Mace-Marschflugkörper verfügbar waren. Jede Stellung verfügte über mindestens zwei Abschussbereiche (complex) mit je vier Abschussplätzen, wodurch mindestens acht Flugkörper individuell für den Abschuss vorbereitet werden konnten. (Bei Google Earth sind die in dieser Stellung betonierten insgesamt 12 Abschussplätze noch gut zu erkennen.)

In Ergänzung zu den mobilen Stellungen gab es zwei stationäre unterirdisch verbunkerte Abschussanlagen in der Eifel bei Rittersdorf („Launch site 7“) und bei Idenheim („Launch site 8“). Diese waren mit jeweils acht Flugkörpern des modifizierten Typs TM-76B bestückt.

Ab Oktober 1966 begann die Rückverlegung der „Mace“ in die USA. (LL)

Bearbeitungsstand: Dezember 2010

Weitere Informationen über Atomwaffenstandorte in Deutschland

siehe auch: MACE-Marschflugkörper
siehe auch: MT (Megatonne)

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