Bodenwolke

engl.: Wilson cloud

Atomtest Baker bei Bikini Atoll, 1946 Foto: US Military

Eine Bodenwolke bildet sich in der Regel bei Unterwasserdetonationen in geringer Tiefe. Dabei entsteht unmittelbar nach der Detonation abhängig vom KT-Wert eine mehrere hundert Meter hohe Wassersäule. Im Wasser entsteht eine Schockwelle, die sich mit hoher Geschwindigkeit vom Ground Zero entfernt. Die sich in der Atmosphäre ausbreitende Druckwelle bewegt sich langsamer fort, als diejenige im Wasser.

Das aus der Säule zurückfallende Wasser breitet sich beim Auftreffen auf die Meeresoberfläche rasch aus und bildet eine Bodenwolke. Diese besteht aus hoch radioaktivem Dunst und breitet sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 60m/s aus. Im Falle einer Explosion in größerer Tiefe, bei der sich kein sichtbarer Atompilz ausbildet, entsteht aber trotzdem solch eine Bodenwolke.

Die Bodenwolke breitet sich nach allen Seiten aus. Etwa eine Minute nach der Detonation hat sie sich von der Wassersäule getrennt und ist als Ring um die Wassersäule sichtbar. Ihre Höhe beträgt mehrere hundert Meter. Schließlich löst sich die Bodenwolke von der Wasseroberfläche und gewinnt weiter an Höhe. Das ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen, darunter auch, dass das Abgeben von Wasser in Form von Regen die Wolke leichter macht. Nach 4 bis 5 Minuten ist die Bodenwolke vom Wind zerstreut worden und ist nicht mehr sichtbar. (Quelle: Chemglobe)

Bearbeitungsstand: März 2007

siehe auch: Ground Zero
siehe auch: KT (Kilotonne)
siehe auch: Unterwasserdetonation

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