Balkansyndrom

engl.: Balkan syndrome

Anfang des Jahres 2001 tauchten Meldungen über Leukämieerkrankungen bei Soldaten auf, die am Krieg im ehemaligen Jugoslawien teilnahmen. Die Ursache dieser Erkrankungen liegt angeblich bei der durch die Amerikaner eingesetzten Uranwaffen (DU-Munition). Insgesamt sind ca. 12 Tonnen (Bosnien 3 Tonnen und im Kosovo 9 Tonnen) uranhaltiger Munition zum Einsatz gekommen.

Der Begriff Balkansyndrom steht für die verschiedenen Erkrankungen, die Soldaten erleiden, die mit dieser Uran-Munition in Berührung kommen oder die das Urandioxid, welches durch Aufprall und Verbrennung entsteht, einatmen. Die Krankheitssymptome sind vielfältig und reichen von Nierenerkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Lebererkrankungen über Schmerzattacken bis hin zu chronischer Müdigkeit und Schlafstörungen.

Die Zahl der erkrankten und bisher verstorbenen Soldaten liegt jeweils im zweistelligen Bereich. Über Opfer unter der Zivilbevölkerung gibt es keine Angaben. (Quelle: balkan-syndrom.de)

Bearbeitungsstand: Mai 2006

siehe auch: DU-Munition

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