Atombombe

engl.: atomic bomb

Die erste Atombombe „Little Boy“, bevor sie auf Hiroshima abgeworfen wurde. Foto: US Gov/Public Domain, https://catalog.archives.gov/id/519394?q=519394

Mit der Entwicklung der Atombombe begann ein neues Zeitalter in der Geschichte der Menschheit. Seit dem 6. August 1945 in Hiroshima, dem ersten Atombombeneinsatz gegen Menschen, muss die gesamte Menschheit mit der Aussicht auf Vernichtung als Spezies leben. Zu den Atombomben oder Atomwaffen, auch Kernwaffen oder Nuklearwaffen genannt, gehören alle Waffen, die ihre Explosionsenergie durch Kernspaltung oder Kernfusion gewinnen. Es gibt zwei Haupttypen von Atomwaffen: herkömmliche Atombomben und Wasserstoffbomben.

Bereits die ersten Kernwaffen verfügten über eine Sprengkraft, die mehreren tausend Tonnen konventionellen Sprengstoffs (TNT) entsprachen. Die stärkste jemals gezündete Bombe war die sowjetische Zar-Bombe. Bei ihrer Zündung im Oktober 1961 wurde eine Energie von ca. 57 MT (Megatonnen) TNT-Äquivalent freigesetzt.

Wegen ihrer großen Zerstörungskraft und besonders wegen der bei der Explosion freiwerdenden Radioaktivität, stellen Atombomben eine existenzielle Bedrohung für das Leben auf der Erde dar. Die Gefahr eines Atomkrieges ist auch nach Ende des Ost-West-Konflikts nicht gebannt. Die Weiterverbreitung von Atomwaffen wird von vielen Politikern und Wissenschaftlern als eine der größten Bedrohungen des 21. Jahrhunderts angesehen. (LL)

Bearbeitungsstand: Januar 2016

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