Agni-Rakete

engl.: Agni missile

Agni-III-Rakete

Die von Indien entwickelt Agni-Rakete existiert in fünf Versionen. Bis 2006 war die Agni-III-Rakete Indiens wichtigstes atomares Einsatzmittel. Die MIttelstreckenrakete verfügte über eine maximale Reichweite von ca. 5000 km. Damit können vor allem wichtige chinesische Städte, darunter Peking und Shanghai, bedroht werden. Die Rakete verfügt über ein zweistufiges Feststofftriebwerk und kann sowohl von landgestützten Abschussrampen als auch von U-Booten abgeschossen werden. Die Steuerung erfolgt unter anderem über GPS. Indien testete die Agni-III-Rakete erstmals erfolgreich im Juli 2006.

Technische Daten:
Nutzlast: 600-1800 kg
Gefechtskopf: nuklear 15-200 KT
Länge: 13,0 m
Durchmesser: 1,8 m
Startgewicht:  34.000 kg
Antrieb: zweistufig, Feststoff
Reichweite: 5.000 km mit 1200 kg Nutzlast
(Quelle: bharat-rakshak.com)

Am 19. April 2012 hat Indien seine neue Agni-V-Rakete erstmals erfolgreich getestet. Damit verfügt Indien über seine erste atomwaffenfähige Interkontinentalrakete aus eigener Produktion. Die 17 Meter lange und 50 Tonnen schwere Rakete hat eine Reichweite von mehr als 6400 Kilometer und kann damit ganz China sowie theoretisch auch Ziele in Europa und im Nahen Osten erreichen.

Bislang verfügten nach gesicherten Erkenntnissen nur die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats - die USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien - über atomwaffenfähige Interkontinentalraketen. Die Agni-V muss nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Neu Delhi mindestens vier Mal erfolgreich getestet werden, bevor sie voraussichtlich 2014 oder 2015 in den Streitkräften eingeführt werden soll. Die Rakete kann einen Nuklearsprengkopf mit einem Gewicht von über einer Tonne zum Einsatz bringen. Ob auch Mehrfachsprengköpfe verfügbar sind, ist nicht bekannt. (LL)

Bearbeitungsstand: Mai 2012

siehe auch: Mittelstreckenrakete

zurück