Alaska (Atomtests)

engl.: Alaska (nuclear tests)

Im Jahr 1969 führte die amerikanische Regierung auf der Alaska vorgelagerten Aleuten-Insel Amchitka unterirdische Atomtests durch, die die Öffentlichkeit erschütterten. Um gegen diese Tests zu protestieren, demonstrierten 6000 Studenten, indem sie die Grenze zwischen Kanada und den USA blockierten. Der erste Atomtest in Alaska konnte dadurch allerdings nicht verhindert werden.

Als die US-Regierung für November 1971 einen weiteren Atomtest ankündigte entsandte die inzwischen gegründete Umweltorganisation Greenpeace ein Beobachtungsschiff in die Gewässer vor den Aleuten, um gegen den Testversuch zu protestieren. Die Medienresonanz war gewaltig. Greenpeace konnte den Atombombentest am 6. November 1971 zwar nicht verhindern, löste aber eine Welle öffentlicher Empörung und Sympathie mit den „Regenbogenkämpfern“ aus. Demonstrationen, Streik- und Boykottdrohungen in Kanada und den USA folgten. Nach viermonatigem Schweigen verkündet die amerikanische Atomenergie-Kommission im Frühjahr 1972 den Abbruch der Testserien auf den Aleuten „aus politischen und anderen Gründen“. (Quelle: Greenpeace)

Bearbeitungsstand: März 2007

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