Arsbeck-Wegberg

ehem. Atomwaffenstandort, Deutschland

Arsbeck Sonderwaffenlager, Foto: Google Earth 2000Die Bereitschaftsstellung Arsbeck-Wegberg (51°09'49“N, 06°12'54“O) lag ca. 16 km westlich der Stadt Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. Ab 1976 war hier die Flugkörpergruppe 21 stationiert, die dem Flugkörpergeschwader 2 in Geilenkirchen unterstand. Die Stellung verfügte über feste Unterkünfte, ein Wirtschaftsgebäude und einen technischen Bereich. Die gesamte Anlage war durch einen Zaun gesichert und als militärisches Sperrgebiet gekennzeichnet. Der "Innere Bereich" auch "Limited Area" genannt, wurde zusätzlich  durch einen Doppelzaun gesichert. Dieser Bereich war vom äußeren Bereich nur durch das, von amerikanischen Soldaten besetzte, CGH (Custodial Gate House) erreichbar. Die US Custodial-Einheit hatte die Aufgabe, die Bewachung der Gefechtsköpfe wahrzunehmen.

Über asphaltierte Wege wurden die drei Abschussbereiche erreicht. Auf der A-, B- und C-Plattform schließlich befanden sich je ein Abschussbereich mit je drei Waffensystem Pershing-IA. Diese waren mit  atomaren Sprengköpfen vom Typ W50 bestückt, die über festgelegte KT-Werte von 60, 200 oder 400 KT verfügten.

Ab November 1986 wurde die Bereitschaftsstellung Arsbeck-Wegberg vom Flugkörpergeschwader 2 nicht mehr genutzt. Damit endete die Einsatzzeit der Pershing-1A in dieser Stellung. (Quelle: Stephan Olessak)

Bearbeitungsstand: Dezember 2009

Weitere Informationen über Atomwaffenstandorte in Deutschland

siehe auch: KT (Kilotonne)
siehe auch: Pershing-Rakete

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