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WikiLeaks: Baut Burma geheime Atomanlagen?

Von WikiLeaks veröffentlichte Berichten der US-Botschaft in Rangun, Burma, geben Gerüchten neue Nahrung, dass das dortige Regime mit nordkoreanischer Hilfe geheime Atomanlagen errichtet. Den Aussagen von Informanten der Botschaft zufolge, unter ihnen burmesische Offiziere, wird knapp 500 Kilometer nordwestlich von Rangun eine unterirdische Einrichtung angelegt, an deren Bau nordkoreanische Ingeneure beteiligt sein sollen. Außerdem berichten Hafenarbeiter von verdächtiger Fracht. Die Regierungen Burmas und Nordkoreas bestreiten allerdings jegliche militärische Zusammenarbeit und auch in den US-Berichte werden die Arbeiten als relativ planlos und in einem frühen Stadium befindlich beschrieben.
Die US-Botschaft schildert außerdem einen Fall, in dem sie von einem Geschäftsmann in Uran eine kleinere Menge eines metallischen Pulvers kaufte, von dem dieser behauptete, es handele sich um Uran. Das Material wurde an eine Testeinrichtung der U.S. Army weitergeleitet. Was deren Untersuchungen ergaben, wird nicht mitgeteilt. (aw, Quellen: Guardian; Wikileaks)
Im Wortlaut
- Botschafter Tin Win U: Statement to the IAEA General Conference 2010, 24.09.2010
Links
- Engelberg S, Dotan N: Experts, Intelligence Agencies Question a Defector’s Claims About Burma’s Nuclear Ambitions, Pro Publica, 12.11.2010
- Kelley R, Fowle A: Nuclear-related Activities in Burma, Democratic Voice of Burma, May 2010
- Albright D et al: Burma: A Nuclear Wannabe; Suspicious Links to North Korea; High-Tech Procurements and Enigmatic Facilities, ISIS, 28.01.2010
- ISIS: Imagery Brief of Tunnel Complexes and Unindentified Building in Myanmar, 03.08.2009