Aktuelles | Nordkorea

  • 28.05.2010 UN-Experten: Nordkorea lieferte Atomtechnik
  • 09.03.2010 Nordkorea droht mit atomarer Aufrüstung
  • 25.01.2010 Südkorea bereit zum Erstschlag gegen Nordkorea
  • 13.01.2010 Noch kein Friedensvertrag für Nordkorea
  • 28.12.2009 Pakistan half Nordkorea bei Urananreicherung
  • 04.09.2009 Nordkorea kann jetzt auch Uran anreichern
28.05.2010: 

UN-Experten: Nordkorea lieferte Atomtechnik an Iran

Laut einem Bericht einer Expertengruppe der UNO, der den Nachrichtenagentur AP zugespielt wurde, soll Nordkorea heimlich Atomtechnologie und Bauteile für ballistische Raketen exportiert haben. Käufer seien unter anderem Iran, Syrien und Burma gewesen. Entsprechende Exporte seien über Mittelsmänner und dubiose Firmenkonstrukte abgewickelt worden, sagte ein westlicher Diplomat, der ungenannt bleiben wollte, der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings müssten die Hinweise weiter überprüft werden. (Quelle: AP; Spiegel online; Guardian)

09.03.2010: 

Nordkorea droht mit atomarer Aufrüstung

US-amerikanische und südkoreanische Truppen führen ein militärisches Manöver durch. Die nordkoreanische Regierung reagiert scharf mit einer Drohung, ihre Atomwaffen aufzustocken. Damit will sie die USA zwingen ihre "militärischen Drohungen und Provokationen" zu beenden. An dem Manöver nehmen 18.000 US-amerikanische und 20.000 südkoreanische Soldaten teil. Die nordkoreanische Armee wurde auch bereits vor Tagen in Kampfbereitschaft versetzt.

25.01.2010: 

Südkorea bereit zum Erstschlag gegen Nordkorea

General Kim Tae-Young, Foto: US DoD

Als «offene Kriegserklärung» kritisierte das nordkoreanische Volksarmee Pläne Südkoreas für einen militärischen Erstschlag im Fall eines drohenden Atomangriffs durch Nordkorea. Der südkoreanischen Verteidigungsminister General Kim Tae Young bekräftigte, Südkorea müsse für den Fall eines bevorstehenden Angriffs mit Atomwaffen durch Nordkorea zum Erstschlag bereit sein. Kim hatte bereits vor zwei Jahren als damaliger Vorsitzender des Generalstabs ähnliche Bemerkungen gemacht. Schon damals drohte Nordkorea, das bisher zwei Atomtests unternommen hat, mit der Zerstörung des Nachbarstaates.

13.01.2010: 

Noch kein Friedensvertrag für Nordkorea

Washington hat Nordkoreas Forderung nach einem bilateralen Friedensvertrag als Vorbedingung für neue Abrüstungsgespräche eine Absage erteilt. Auch eine Aufhebung der UN-Sanktionen, die Nordkorea zudem als Voraussetzung für die Rückkehr zu den Sechserverhandlungen genannt hatte, wurde ebenso verneint. Erst wenn Pjöngjang wieder an den Verhandlungstisch zurückkehre und nachweise, das Atomwaffenprogramm aufgegeben zu haben, könne über die Unterzeichnung eines Friedensabkommens gesprochen werden, so das Weiße Haus. Süd- und Nordkorea befinden sich seit dem Korea-Krieg (1950-53) offiziell noch immer im Kriegszustand, nur ein Abkommen über einen Waffenstillstand existiert (XH).

28.12.2009: 

Pakistan half Nordkorea bei Urananreicherung

Laut dem Atomforscher Abdul Qadeer Khan hat Pakistan Nordkorea jahrelang bei der Urananreicherung für sein Atomprogramm unterstützt. Beim Bau von Atombomben habe Nordkorea nicht nur auf Plutonium, sondern auch auf die Anreicherung des ebenfalls radioaktiven Elements Uran gesetzt, wird Khan auf der Website der "Washington Post" zitiert. Pakistan habe Pjöngjang dabei mindestens sechs Jahre lang mit Bauplänen, Bauteilen und technischen Ratschlägen unterstützt.

04.09.2009: 

Nordkorea kann jetzt auch Uran anreichern

Kim Jong-il, 2009, Foto: KCNA

Die Experimentierphase der Urananreicherung sei so gut wie abgeschlossen. Dies habe Nordkorea in einem Schreiben an die Vereinten Nationen in New York mitgeteilt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. In hoch angereicherter Form kann Uran ebenfalls zum Bau von Atombomben verwendet werden. «Wir sind zum Dialog und zu Sanktionen bereit», wurde aus dem Brief zitiert. Laut KCNA war das Schreiben die Reaktion Pjöngjangs auf Fragen des UN-Sanktionsausschusses, die dieser im Zusammenhang mit einer aufgedeckten Waffenlieferung Nordkoreas an den Iran gestellt hatte. Die Waffen waren vor etwa einem Monat von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) auf einem australischen Schiff beschlagnahmt worden. Der UN-Sicherheitsrat will den Fall untersuchen.

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