
Vision der atomwaffenfreien Welt voran bringen?
Im Gegensatz zum parlamentarischen Beschluss vom März 2007 - der vorsieht, das britische Atomwaffenarsenal aufzurüsten und zu modernisieren, so dass britische Atomwaffen auch nach 2020 einsatzfähig bleiben - rückte der Verteidigungsminister Großbritanniens, Des Browne, die Vision einer atomwaffenfreien Zukunft in den Vordergrund. Auf der Abrüstungskonferenz in Genf im Februar 2008 unterstrich er die Bemühungen seiner Regierung zur Umsetzung dieses Ziels. Er hob hervor, dass Transparenz und die Nachweisbarkeit nuklearer Abrüstungsprozesse für alle Länder von großer Bedeutung seien.
Großbritannien stelle sich daher seiner Verantwortung gemäß des Nichtverbreitungsvertrages; suche die Kooperation mit gleichgesinnten Staaten, um neue Instrumente zur Überprüfbarkeit von nuklearer Abrüstung zu entwickeln und schlug eine von Großbritannien ausgerichtete Expertenkonferenz der P5-Mitglieder vor, um gegenseitiges Vertrauen zu schaffen und zu stärken.
Stand: November 2008
Links
- Franzosen sollen britische Atomwaffen warten, krone.at, 16.09.2011
- Kötter W: Das Milliardengrab "weißer Elephant", AG Friedensforschung, 25.06.2011
- Volkery C: Abschreckung light, Der Spiegel, 12.04.2010
- Borchard, R: Kein Geld mehr für Atomwaffen, Tagesschau, 03.07.2009. Beitrag hören
- Kempin, R, Kupferschmidt, F: Pragmatische Fortschreibung der nuklearen Rolle, SWP-Aktuell, Dezember 2006
- Thibaut, M: Briten streiten über Atomrüstung, Wirtschaftswoche, 9. November 2005
- Borger, S: Umkämpfter Beschluss: Großbritannien rüstet seine Atomwaffen auf, Der Spiegel, 14. März 2003