
Pugwash-Konferenz

Pugwash ist der Name einer kleinen Stadt in Neuschottland in Kanada. Hier trafen sich im Juli 1957 unter Führung von Albert Einstein und Bertrand Russel erstmals 22 Naturwissenschaftler, vorwiegend Atomphysiker, aus zehn Ländern.
Auf der ersten Konferenz wurden vorrangig zwei Themenbereiche behandelt:
- Die Gefahren, die sich aus der friedlichen und militärischen Verwendung von nuklearem Material ergeben,
- Fragen der Kontrolle von Atomwaffen.
Es wurde ein ständiges Komitee gegründet, das aus Vertretern der USA, der Sowjetunion und Großbritanniens bestand.
Später fanden ähnliche Konferenzen jährlich ein- bis zweimal statt. Es gab Treffen in Kanada, England, Österreich, aber auch in der Sowjetunion, in Jugoslawien und den USA. Allen waren die verhältnismäßig kleine Anzahl von Eingeladenen und die bewusste Ausschaltung von Presseberichterstattern gemeinsam.
Die Referate und ein Teil der Debatten wurden jeweils in einem Band gesammelt, der jedoch nicht in Buchform veröffentlicht, sondern nur als vertrauliches Zirkular an die Regierungen der mit Atomfragen beschäftigten Länder gesandt wird. (Quelle: Günther Heipp (Hrsg): Es geht ums Leben, Hamburg 1965, S.119f.)
Bearbeitungsstand: Oktober 2005